Gedächtnistraining: Lernen mit Bewegung

- effizienter lernen und lehren -

Das merk ich mir: memoPower.de

            

Reinhold Vogt, Deutschlands innovativer Lerntechnik- / Gedächtnistrainer: memoPower.de

 

 

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  memoNews vom Mai 2001 - Auszug 
 
(nachträglich leicht geänderter Text)

 


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 Lernen mit Bewegung

 zwei ungewöhnliche Berichte:

  • Vor Jahren hatte ich in einer (nicht mehr zu bestimmenden) Literaturquelle die 
    Information gefunden, dass es Muslime gibt, die den Originalwortlaut des Korans 
    (ähnlich umfangreich wie die Bibel)
    auswendig aufsagen können, ohne ansonsten
    das Hoch-Arabisch zu
    beherrschen. Sie würden diese Meisterleistung des
    Auswendiglernens
    dadurch leichter bewältigen, dass sie beim Einprägen (und beim Zitieren) ihren Körper stark rhythmisch bewegten.
     
  • Der Weiterbildungs-Chef eines bekannten Industrieunternehmens erzählte mir, dass er als Schüler die Altgriechisch-Vokabeln im Auf- und Abgehen gelernt habe und dass er noch heute - 35 Jahre später - viele dieser Vokabeln leichter beim Auf- und Abgehen wiedergeben könne.

_

 ein eigenes Erlebnis:

 Als mein jüngster Sohn anfing, die ersten Englisch-Vokabeln zu lernen, hatte er u. A.
 bei  'Stuhl  / chair' und bei 'bitte / please' immer wieder das
Problem, dass er die
 jeweilige  Entsprechung in englisch nicht erinnern konnte. Ich gab ihm deshalb
 folgenden Tipp,
der ihm zunächst nur sehr spaßig vorkam: "Sag doch mal 'chair -
 Stuhl' und erheb dich dabei ein-/ zweimal
kurz von deinem Stuhl und lass dich dann
 wieder drauf fallen." bzw. "Sag doch mal 'please - bitte' und mache dabei ein- /
 zweimal eine weit ausladende Bewegung mit dem Arm,
als würdest du (wie ein Diener)
 jemanden (sehr suggestiv) in einen
Raum hinein bitten."

 Später beim Abfragen seines Vokabel-MemoCard-Päckchens hatte er bei diesen zwei
 Vokabeln zunächst doch wieder sein Erinnerungsproblem. Dann fragte ich ihn, welche
 Bewegung er denn beim Einprägen der betreffenden Vokabel gemacht hatte. Er
 erinnerte sich an die Körperbewegung
... und dann sofort auch an das gesuchte Wort
 in englisch ...


 ein weiteres eigenes Erlebnis:

 Im dem früher von mir durchgeführten Seminar zur Vorbereitung auf die Ausbilder-
 Eignungsprüfung
vermittelte ich den Teilnehmern u. A., welche Ziele die Berufs-
 ausbildung nach § 1 des Berufsbildungsgesetzes
* hat, nämlich 'breit angelegte
 berufliche Grundbildung', 'qualifizierte ... berufliche
Fertigkeiten und Kenntnisse' sowie
 'erforderliche Berufserfahrungen'. Dabei setzte ich zur Veranschaulichung und
 Lernverstärkung
meine eigene Körperbewegung ein:
 

 Zur 'breit angelegten beruflichen Grundbildung' zog ich meine beiden Hände weit
 auseinander (als Sinnbild eines breiten Fundamentes). Zu 'qualifizierte ... berufliche
 Fertigkeiten und Kenntnisse' setzte ich bildlich einen 'stabilen Baumstamm' auf das
 'Fundament'. Zu 'Berufserfahrungen' stellte ich mit den Händen 'obendrauf eine
 umfassende runde Baumkrone' dar.
 

 Da ich diese rechtlichen Inhalte recht früh innerhalb des Seminars vermittelte, regte
 ich die Teilnehmer zu diesen Zeitpunkt lediglich dazu an, diese Bewegungen im Geiste
 nachzuvollziehen. Im
weiteren Verlauf des Seminars erlebten die Teilnehmer dann
 noch einige andere recht ungewöhnliche, aber verblüffend /alternative, aber
 wirkungsvolle
Lernmethoden, so dass es zu späteren Zeitpunkten auf Seiten der
 
Teilnehmer keine Hemmungen mehr gibt, sich auf diese 'verrückten' Methoden
 einzulassen ...

 * Der betr. Textteil des BBiG wurde bei der Novellierung 2005 geändert.

_

 noch ein Beispiel:

 Bei der Erörterung des sozialen Phänomens 'Gruppe' innerhalb dieses Ausbilderseminars
 stellte ich u. A. die zusammengehörenden Begriffe in einer Abfolge dar: 'mindestens
 zwei Personen', 'unmittelbare Kommunikation', 'Wir-Gefühl', 'gemeinsames Ziel',
 'Rollenverteilung' und 'Normen / Spielregeln'.

 Meine Körperbewegungen hierzu (und z. T. die der mitmachenden Teilnehmer): Ich
 deutete mit der Hand auf eine imaginäre Person mir gegenüber (= mind. zwei
 Personen). Wir ergreifen unsere Hände und
bilden einen imaginären Kreis (=
 unmittelbare Kommunikation). Wir
reißen unsere noch miteinander verbundenen Hände
 in die Höhe
(= Wir-Gefühl). Dann zeigen die Arme mit energischer Bewegung in die
 Richtung eines imaginären großen Zielbandes (= gemeinsame
Zielsetzung). Wir bücken
 uns an der Stelle, wo der linke Fahnenmast des Zielbandes im Boden steckt, um von
 dort unterschiedliche Masken aufzuheben, die wir vor unsere Gesichter halten (=
 unterschiedliche Rollenverteilung). Von der Stelle, an der der rechte
Fahnenmast im
 Boden steckt, heben wir Drehbücher auf, nach denen
wir nun ein Theaterstück
 spielen (= Normen / Spielregeln).

 

 Zum System:

 Wie kann der Lernerfolg beim 'Lernen mit Bewegung' erklärt werden?

 Lernen bedeutet immer 'Lernen in (irgendwelchen) Zusammenhängen': Im Gehirn
 werden beim Lernen sog. Assoziationen / Verknüpfungen gebildet, und zwar
 unbewusst und ggf. auch ganz bewusst.

 Wahrscheinlich haben Sie es auch schon einmal erlebt, dass ein bestimmter Duft oder
 eine bestimmte Melodie Sie an ein Urlaubserlebnis oder eine bestimmte Person
 erinnerte. Hier hatte das Gehirn unbewusst den Duft oder die Melodie mit einem
 Erlebnis bzw. einer
Person verknüpft.

 Beim herkömmlichen Vokabel-Lernen (Auswendiglernen) versuchen wir bewusst, eine
 *klangliche* Verbindung zwischen der deutschsprachigen und der fremdsprachigen
 Vokabel herzustellen, z. B. 'Stuhl -
chair'. (Anm.: Für die meisten Lernenden sind
 ausschließlich
klangliche Assoziationen zweier einzelner Wörter keine besonders
 wirkungsvolle Lernmethode!)

 Die generell besten Assoziationen / Verknüpfungen sind nachvollziehbare
 Sinnzusammenhänge
. (vergl. LernTipp Januar 2001: 'Verstehendes Lernen')

 Beim 'Lernen mit Bewegung' versuchen wir bewusst - zusätzlich zur sonstigen
 Verknüpfung (z. B. klangliche Assoziation beim Vokabellernen, Sinnzusammenhang
 beim Einprägen der Einzelbegriffe zum
Oberbegriff  'Gruppe') - die Lerninhalte mit
 körperlichen Bewegungsabläufen zu verknüpfen / zu assoziieren.

_

 der Lerntipp / Gedächtnistipp:

 Wenn es Ihnen einmal nicht gelingen sollte, einen Lerninhalt auf  Ihre übliche Art und
 Weise des Lernens einzuprägen, versuchen Sie
es doch einmal durch 'Lernen mit
 Bewegung'!

_

 


 Bitte schauen Sie auch auf den weiteren Beitrag zum selben Thema:
 "
So nutzen Sie Bewegungen zum leichteren Lernen / Erinnern":  Hier

 

_

 

 

19 Tipps zum leichteren / schnelleren Fremdsprachen-Lernen: Hier

 

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